PSV - Wels » Sektionen » Motorsport » Archiv » Archiv 2010 » SALZBURGRING 11.-12. September 2010

SALZBURGRING 11.-12. September 2010

Hallo Liebe Rennsportfreunde/innen,

Bei tollem Wetter an allen drei Tagen und einem genialen Rahmenprogram ging das letzte Rennwochenende auf dem Salzburgring über die Bühne.

Mehr als 200 Tourenwagen- GT´s und Formelfahrzeuge würdigten unseren ersten F1 Weltmeister zum 40. Todestag.

 

Freitag freies Training

Gleich der erste Schock nach 8 Test-Runden auf dem Salzburgring, Schleifgeräusche und Rauchentwicklung im Cockpit des KREMER 320i.

Die Schaltbox ist abgerissen und streift an der Hardy-Scheibe der Kurbelwelle, unangenehme Erinnerungen an Hockenheim im Jahr 2007 werden plötzlich wieder Realität.

Gott sei dank Entwarnung, mit Kabelbinder und jeder Menge Dichtmasse wird das Problem durch unseren mittlerweile guten Geist in der Box: Gerhard Mayer wieder gelöst.

Qualifying:

Ohne Nennenswerte weitere Störungen, jedoch mit starkem Übersteuren aufgrund der mittleweile nur mehr durch eine dünne Leinwand vorhandenen Hinterreifen auf den 11.Gesamtplatz

qualifiziert. Insgesamt fünf Bärenstarke BDA Escort mit über 250 PS stehen am Start und auch der BMW 2002 von Elmar Eifert zeigt sich in seinem ersten Rennen sehr überlegen.

Der BMW 320i von Stefan Fuhrmann, derzeit Gesamtführender wird direkt nach dem Training, am Motor verblombt und muss zur technischen Nachuntersuchung Anfang Oktober.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser !! Ich bin überzeugt das dies ein gutes Signal der FIA/OSK ist und im kommenden Jahr wieder mehr an den Fahrzeugen kontrolliert wird.

 

1.Rennen:

Ein leider mißerabler Start von mir und Guido Kiesselbach sticht direkt, zwischen Mir und Hans Retschitzegger im Audi80 GT ,beim anbremsen der Nocksteinkehre, durch.

Etwas zu weit hatte ich mich im Kurvenausgang nach außen treiben lassen und schaff es leider nicht mehr zurück auf die Ideallinie. Nach einem kleinen Drift durch´s Kiesbett

ordne ich mich gerade noch hinter Herbert Schlauch im dritten BMW 320 und Hans Retschitzegger ein.

Bereits nach der ersten Runde kann ich an beiden vorbeigehen und mache mich auf die Jagd nach vorne.

Leider ist der Abstand bereits zu groß und auch meine Reifen spielen nicht mit, ab der fünften Runde muss ich mich mit dem 4.Platz in der Klasse und Gesamtrang 8 im Feld zufrieden geben.

 

2.Rennen:

Für das 2.Rennen gehen wir auf Nummer sicher und lassen den linken Vorderreifen beim Renndienst wechseln, gerade dieser Reifen wird speziell am Salzburgring am meisten beansprucht.

Es vergehen über fünf endlos lange Stunden die wir auf den 2.Start warten müssen und die Begeisterung für den nächsten Lauf ist ist groß,

Sollte es doch nun, aufgrund einiger Änderungen am Fahrzeug, wieder möglich sein mit der Spitze mitzuhalten.

Doch bereits in der Einführungsrunde der große Ärger, das linke Vorderrad vibriert und mit beiden Händen ist es mir nicht möglich das Lenkrad festzuhalten.

Ich versuche dennoch am Start mitzuhalten, in der Hoffnund das bei höheren Geschwindigkeiten diese unwucht wieder nachlässt.

Im Gegenteil, nach der Startfreigabe blockiere ich bis zur Bridgestone Schikane auch noch die Fahrer hinter mir, da aufgrund diverser Unfälle aus der Vergangenheit unter Gelb gestartet wird.

Erst nach der Schikane darf unter Grüner Flagge überholt werden und ich ziehe sofort nach rechts um das Feld vorbeiziehen zu lassen.

Wieder zurück in meiner Box ist die Enttäuschung riesengroß und wir teilen dem Reifendienst auch unumwunden unseren Ärger mit, jedoch das Rennen und eine gute Platzierung ist Geschichte.

Beim Reifenwechsel hatte der Reifentechniker es verabsäumt auch die Felge zu wuchten, bzw. es wurde kein einziges Wuchtgewicht aufgeklebt, that´s it.!!!

 

So, das war´s fürs erste in diesem Jahr und es wird wieder Zeit, sich bei allen Freunden,Förderern und Fans zu bedanken, allen voran dem Autohaus KREMER/Neubau und R-Motorsport in Pasching.

Allen Helfern an und abseits der Strecke, genauso wie meiner Familie, ein herzliches Dankeschön.

Der bevorstehende Winter ist kurz und wir werden sicher noch die eine oder andere Sekunde finden. Um im kommenden Jahr mit einem konkurrenzfähigen Fahrzeug in der erstmals in Österreich ausgeschriebenen "Historischen Tourenwagen Staatsmeisterschaft" auf der Rundestrecke anzutreten.