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2.10.2013 Söllingers Bericht in den Welser Tips.

Jahresbericht von #771 Raimund Söllinger

Als Rookie aufs Podest in der Klasse Superstock 600
Nach drei Jahren bei verschiedenen Hobby-Veranstaltungen wagte sich heuer Raimund Söllinger in die österreichische Motorradmeisterschaft. «Wenn man einen gewissen Level erreicht hat, will man wissen, wo man steht. Deshalb habe ich mich entschlossen, heuer in der IOEM an den Start zu gehen», so der Krenglbacher zu seinen Beweggründen.
Zu Jahresanfang überraschte der 31-jährige Yamaha-Pilot mit zwei dritten Plätzen auf dem Pannonia-Ring. «Die Strecke kannte ich aus der Vergangenheit. Ich habe mich auf dem schwierigen Kurs schon immer wohl gefühlt und ich konnte die Streckenkenntnisse in gute Resultate ummünzen», freute sich damals der großgewachsene Motorradtechniker.
Die folgenden Rennen auf dem Red Bull Ring, in Most und Rijeka liefen nicht ganz nach Wunsch. Nach den Plätzen 6, 5 und 5 war beim Saisonfinale auf dem Slovakia Ring die Chance auf den dritten Endplatz in der Meisterschaft intakt. «Zwei Punkte Rückstand sollten sich auf einer meiner Lieblingsstrecken aufholen lassen», gab sich Söllinger optimistisch.
Der Fahrer des Polizeisportvereins Wels überließ nichts dem Zufall. Eine Woche vor der entscheidenden Veranstaltung reiste der Oberösterreicher noch nach Brünn, um für seine Yamaha eine gute Fahrwerkseinstellung auszutüfteln. «Gemeinsam mit Johann Haslacher von Haslacher Suspension haben wir eine gute Abstimmung gefunden.»
Wie gut sich Söllinger vorbereitet hatte, zeigte sich bereits am Samstag. Für das Rennen zur Alpe Adria Meisterschaft erreichte er nicht nur einen Startplatz in der ersten Reihe, sondern auch den ausgezeichneten vierten Rang. «Heute haben Motorrad, Fahrwerk und Fahrer perfekt funktioniert», freute sich Söllinger über die gute Platzierung.
Im zweiten Zeittraining für die IOEM Superstock lief es am Sonntagvormittag weniger gut. «Durch eine falsche Reifenwahl konnte ich meine Trainingszeit vom Vortag leider nicht mehr unterbieten, obwohl ich mich heute gut gefühlt habe. Der siebente Platz ist trotzdem keine schlechte Ausgangposition für das Rennen.
Nach einem mittelmäßigen Start fand sich Söllinger auf dem sechsten Platz. Mit Josef Stehrer lieferte er sich einen sehenswerten Zweikampf. «In der fünften Runde ist er vor mir gestürzt. Danach war der Zug nach vorne abgefahren, aber mein unmittelbarer Konkurrent Rene Sporer lag zu diesem Zeitpunkt hinter mir.»
«Er ist dann an mir vorbei gegangen und ich musste mich bemühen, an seinem Hinterrad zu bleiben. Ich habe gesehen, dass ich in der Bergab-Passage Vorteile habe. In der letzten Runde konnte ich ihn an dieser Stelle tatsächlich ausbremsen und danach den Vorsprung bis ins Ziel verteidigen», erzählte der Yamaha-Pilot.
Mit dem zweiten Platz hinter Laufsieger Josef Engerisser konnte Söllinger im allerletzten Moment hinter Kevin Koller und Engerisser noch den dritten Platz in der heißumkämpften Superstock-600-Meisterschaft an sich reißen. Lediglich ein Punkt entschied nach sechs Rennen zugunsten des Oberösterreichers.

20.8.2013, #771 - Söllinger Raimund

Nach längerer Pause wieder mal ein paar Zeilen.

Der von mir am Anfang vom Jahr herausgefahrene Vorsprung in der Meisterschaftstabelle
schrumpfte nach den Rennen am Red Bull Ring mit Platz 6 und dem Rennen in Most mit
Platz 5 auf null und ich war nun in der Gesamtwertung Punktegleich mit Rene Sporer
auf Platz 3.
Nun ging es nach Rijeka auf die alte Gp Strecke in Grobik. Da wir vor ein paar Wochen
hier trainieren waren, wusste ich, dass ich einen guten Speed fahren kann.
Im Freitagtraining noch ein paar Einstellungen durchgeführt ging es am Sammstag früh
zur ersten Quali.Ich konnte schnell den Rythmus finden und fuhr nach ein paar Runden
die zweitschnellste Zeit hinter Stefan Kerschbaumer (Gaststarter der IDM).
Diese Quali Zeit zählte zum ersten Lauf der Alpe adria jedoch nicht zur IOEM, 
somit fuhr ich dieses Rennen mit gebrauchten Reifen und belegte den 8ten Rang.
Am Sonntagmorgen gaben sich meine Konkurenten jedoch nicht zufrieden und konnten
meine Zeit vom Samstag knapp unterbieten, wobei ich jedoch an meine Zeit nicht mehr
verbessern konnte. Somit hies es Startplatz 5 in der Österreich Wertung.
Mein guter Start vom Vortag lies mich allerdings hoffen, das ich im Rennen mit ihnen
mitfighten könnte.
Als die Ampel aus war,  war ich auch schon auf Position 3 hinter Stefan Kerschbaumer
und Jo Stehrer, der dieses Wochenende stark fuhr.
Nach der ersten Runde konnte mich jedoch Rene Sporer auf der gegengeraden überholen
und somit folgte ich ihm im Windschatten ein paar Runden.
Nach der Hälfte des Rennens konnte mich auch Josef Engerisser aus dem Windschatten
heraus überholen. Ich wollte mich jedoch nich geschlagen geben und blieb am Hinterrad dran.
Bis mich  das soeben genannte aus dem Sattel riss und ich mit Mühe einen Abflug verhindern
konnte. Nun hatte sich nach vorne eine Lücke aufgetan, die sich bis zum Rennende
kontinuierlich vergrößerte. Am Schluss reichte es für Platz 5 in der IOEM, einen Platz
hinter Rene Sporer.
In der Gesamtwertung bin ich nun mit zwei Punkten im Rückstand auf Rang 4 und es geht auf
dem Slovakia Ring, wo es heißt:
"Feuer Frei auf Gesamtrang drei".

Schönen Grüße aus dem sonnigen Kroatien
#771