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Rennbericht Le Mans

Letzte Woche ging es ab nach Frankreich zum 24h Rennen von Le Mans. Trotz schlechter Wettervorhersage gab es auch dieses Jahr wieder zahlreiche Zuschauer, die auch das Spektakel der Seitenwagen nicht verpassen wollten.
Am Donnerstag ging es los mit dem freien Training. Da Sophia die Strecke noch nicht kannte, haben wir zuerst mal Sachte angefangen und Runde um Runde gedreht, damit auch sie die Strecke kennenlernen konnte.  Die Strecke war noch an vereinzelten Stellen nass.
Am Freitagmittag stand das erste Quali  bei besten Wetterbedingungen auf dem Programm. Da für Nachmittag schon wieder schlechtes Wetter angesagt wurde, war für uns klar, dass wir bereits im ersten Quali eine gute Zeit hinbrennen müssen. Wir konnten uns sogar um 4 Sekunden steigern gegenüber dem freien Training und belegten den 16. Platz von 27 Gespannen.
Am Nachmittag zum 2. Quali änderten die Wetterbedingungen tatsächlich. Die Strecke war nass, jedoch zu wenig nass für Regenreifen und doch noch zu nass, damit man mit Slicks bessere Rundenzeiten hätte hinkriegen können. Da Sophia ausserdem noch geschwächt von einer vorhergehenden Grippe war, hatten wir uns entschlossen, auf das 2. Quali zu verzichten, da bei diesen Bedingungen keine Verbesserung des Startplatzes mehr möglich gewesen wäre. Es blieb dann bei Startplatz 16 für das Rennen von Samstag und die 2. beste Zeit der World Trophy Klasse.
Am Samstag fing es dann pünktlich vor Startaufstellung an in Strömen zu regnen. Wenigstens war es nun klar, welche Reifen wir nehmen sollten. Mit unseren neuen Regenreifen ging es auf die Startaufstellung. Wir sind zum ersten mal mit unserem F1 Chassis mit 600er Motor im Regen gefahren, weshalb wir noch zu wenig Erfahrung in Sachen Fahrwerkseinstellungen hatten.
Leider mussten wir dann feststellen, dass wir mit dem leichteren Motor und auch mit leichter Beifahrerin viel zu wenig Druck auf das Hinterrad gebracht hatten und es zu extremem Wheelspeed geführt hatte.
Den Start hatten wir total versemmelt, da unsere Yamaha nur durchgedreht hatte. Wir sind dann leider bald als letzte in die erste Kurve eingebogen. Wir konnten uns danach aber ziemlich schnell wieder nach vorne kämpfen. Jedoch wurde das Rennen nach 3 Runden aus Sicherheitsgründen wieder abgebrochen.
Eine halbe Stunde später gab es dann einen Neustart über 12 Runden von der Quali-Startposition. Diesmal gelang uns der Start noch weniger und wir waren mit Abstand die letzten, die vom Fleck gekommen sind. Wieder begann die Aufholjagd von ganz hinten. Da wir auf den Geraden kaum Gripp auf das Hinterrad brachten, mussten wir dies mit höherem Kurvenspeed kompensieren.
Wir konnten uns ziemlich schnell auf die 3. Position der World Trophy vorkämpfen und diese auch halten. Als wir dann zum Schluss gesehen haben, dass wir nach vorne und hinten einen sehr grossen Abstand haben, sind wir die letzten Runden nur noch auf Sicherheit gefahren, da die Wetterbedingungen doch sehr riskant waren.
Zufrieden konnten wir mit einem 3. Platz und wichtigen Punkten in der Meisterschaft nach Hause fahren. Im Gesamtklassement mit den 1000ern haben wir Platz 14 erreicht von 23 gewerteten Teams.
Nächstes Rennen wird Most sein bei der Int. Sidecar Trophy. Danach geht es dann für Michi zusammen mit Yeti weiter auf die Isle of Man. Das nächste World Trophy Rennen ist dann erst wieder im Juni in Kroatien.
 
Herzlichen Dank an das ganze Team und alle Sponsoren!