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IDM Start 2017 am Nürburgring

Zum Auftakt der IDM 2017 am Nürburgring.
Am Donnerstag den 11. Mai 2017 fuhren Ingrid und Peter Dorn im Auftrag des PSV Wels Motorsport zum IDM Start und natürlich zu unseren Jungs, den Startern des PSV Wels Motorsport in der Sidecarklasse 1000ccm Sepp Sattler/Uwe Neubert, den beiden mit ihrem neuen Gespann Adolf RS 01 Uwe Gürck/Axel Kölsch so wie auch den unter PSV Flagge fahrenden Andre Kretzer und Jens Lehnerts, der für den Verletzten „Yeti“ eingesprungen ist. Wechselhaftes Wetter begleitete den Start der IDM am Nürburgring. Von tiefblauem Himmel bis zu sintflutartigen Niederschlägen war alles dabei. Am Freitag waren die freien Trainings. Die Adolf RS 01 wurde das erste Mal in ihrem neuen Design vorgestellt, aus der Siegerschmiede von Rolf Steinhausen und Rudi Schmidt entstieg das neu konzipierte 1000ccm Gespann wie Phönix aus der Asche. Die ersten Runden waren sensationell, Uwe und Axel fühlten sich auf ihrem neuen Arbeitsgerät sichtlich wohl. Mit Feinabstimmungen und Datenauswertung ging es noch bis tief in die Nacht. Ingrid und ich verabschiedeten uns gegen 17h und gingen dann in die „Pistenklause“ Abendessen, das Restaurant lag unmittelbar an unserem „Hotel am Tiergarten“. Am Samstagvormittag schwänzten wir die Qualifyings am Grand Prix Kurs und erkundeten die Nürburgring Nordschleife die so klingende Streckenabschnittsnamen wie „Bründchen“, „Schwalbenschwanz“, „Hohe Acht, „Kesselchen“, „Fuchsröhre“ oder „Caracciola Karussel“ haben. Ein kurzer Besuch in der historischen Altstadt von Adenau mit den Fachwerkhäusern rundete unseren kulturellen Ausflug ab. Nun ging es aber zurück auf den Ring da um 13h das 2. Qualifying  und um 17h das erste Rennen der Seitenwagen auf dem Programm stand. Beim Qualifying der Sidecars ging es dann zur Sache. Das Duo Markus Schlosser/Thomas Hofer aus der Schweiz gab das Tempo vor aber Sepp Sattler/Uwe Neubert waren ihnen dicht auf den Fersen. Kretzer, Roscher und Gürck folgten unmittelbar im Zehntelsekunden Takt und so war auch die Startaufstellung für das erste Rennen geschrieben. Um 17h erfolgte der Start. Das Rennen ging über 16 Runden. Team Schlosser setzten sich von Anfang an in jeder Runde um zehntel Sekunden vom übrigen Feld ab. Ihm folgte Team Kretzer/PSV Wels. Team Sattler kam nach einigen Runden wegen eines technischen Defektes in die Box.

Dann kamen Roscher und Gürck. Beide hatten Blut geleckt und sie lieferten sich einen sensationellen Fight über mehrere Runden. Knackpunkt war immer die erste Kurve nach der Start –Ziel Gerade. Wer schaffte es innen zu sein, um den Schwung mitzunehmen für die nächste S-Kurve? Plötzlich Rennabbruch. Drei Gespanne waren abgängig. Beim Fight um Platz 3 rutschten die vor ihm fahrenden Mike Roscher/Anna Burkhard auf einer Ölspur aus und schossen Gürck/Kölsch ab. Roscher hat es überschlagen und Uwe rutschte über den Kies bis zu den Reifenstapeln, die ihn dann stoppten. Uwe blieb bis auf einige schmerzhafte Prellungen unverletzt. Axel verletzte sich an der rechten Hand und am rechten Fuß und wurde im Medical Center versorgt. Mike Roscher wurde ins Hospiz zur Kontrolle gebracht, Anna blieb auch bis auf ein paar Prellungen unverletzt. Das dritte Gespann war vom Team Kees Endeveld (NED) das nach einem technischen Defekt  in die Box kam. Für heute hatten wir genug Aufregung und die Teams hatten alle Hände voll zu tun um die Gespanne wieder für das Rennen 2 am Sonntag fit zu bekommen, denn aufgeben existiert nicht in ihrem Sprachgebrauch. Also störten wir nur und so besuchten wir noch einige Eventeinrichtungen um den Nürburgring. Den Sonntagvormittag nützten Ingrid und ich um der Einladung des Rennleiters und Freund Andre Strassburger  sowie unserem langjährigen Freund dem DMSB Sicherheitsbeauftragten und Stellvertretenden Rennleiter Wilfried Kasper zu folgen. Wir besuchten das Race Control sowie die Zeitnehmung und Andre erzählte uns viel über die Geschichte des legendären Nürburgrings. Bei Wilfried Kasper holte ich mir einige wichtige Tips über Physiotherapie und wir diskutierten lange über die Zukunft des Motorsports. Wir hätten uns fast verplaudert, denn die Sidecars wurden für das 2. Rennen aufgerufen. Also Ingrid in die Boxen zurück und ich bin mit der Kamera gleich auf die Start-Ziel Gerade um bei der Startaufstellung noch einige gute Fotos zu bekommen. Alle Teams kamen zum Start. In der ersten Startreihe Schlosser, Kretzer und Sattler. In der zweiten Startreihe Roscher, Gürck, Smits. Einige Fotos und schon mussten wir hinter die Boxenmauer.

Die Strecke war „grün“ und die Gespanne gingen in die Aufwärmrunde. Nach 1,50 min. kamen sie in die Startaufstellung, die Sicherheitstore der Boxengasse wurden verschlossen, die Ampel schaltet auf Rot, die Gespanne heulen auf und bei Verlöschen der Ampel schießen alle los als gäbe es kein Morgen. Nach wenigen Runden trennte sich die Spreu vom Weizen. Schlosser war wieder auf und davon, Sattler mußte wegen eines techn. Defekts als Zweitplatzierter leider wieder in die Box zurück. Kretzer rückte mit einigen Sekunden Abstand auf, Roscher war dritter und Gürck kam als sensationeller Viertplatzierter ins Ziel. Ein Detail am Rande, Uwe Gürck auf Adolf RS 01 hatte die zweitschnellste Runde des Rennens mit 1:34:309 in den Asphalt gebrannt und das ohne jegliches Training seit dem letzten Rennen in Hockenheim 2016. Also hier können wir uns noch auf einiges gefasst machen. Im Anschluss sahen wir uns natürlich die spannenden Rennen der Superbike 1000, Supersport 600 und Supersport 300 an. Unsere Teams haben derweil zusammengepackt und nach herzlicher Verabschiedung machten sie sich schön langsam wieder auf den Heimweg. Auch für uns ging ein tolles und erlebnisreiches Wochenende mit Freunden dem Ende zu. Noch 700km bis nach Hause und dann wird schon wieder der nächste Motorsportevent geplant.
Bis zum nächsten Mal
Euer Peter