Hier der Rennbericht vom PSV Wels Motorsport zum Bergeuropameisterschaftslauf für Motorräder von Landshaag nach St. Martin, unserem Heimrennen.
Nach den durchaus vielversprechenden Trainingsleistungen gingen alle unsere Piloten pflichtbewusst früh ins Bett und kamen daher topmotoviert an die Rennstrecke.
Unser Raimund Söllinger Senior pulverisierte seine Vorjahres- und auch die Trainingszeiten und wurde starker 5. in seiner Klasse. Man hatte das Gefühl, dass ihm das Rennwochenende viel zu früh zu Ende ging und er erst so richtig auftaute. Bei den IGFC-Veranstaltungen und ín Julbach wird unser Sölli Senior mit seiner Yamaha wieder losgelassen.
Günter Spindlers Befürchtungen wurden leider war und die Rennläufe konnte er nur als Zuseher wahrnehmen. Die störrische Honda entschied, dass ihr dieser Berg nicht zusagte und streikte. Hoffentlich wird das Problem bald gefunden, damit er beim Hollausrennen und bei der TT Isle of Man starten kann.
Unser letzter Neuzugang zu unserem Verein wird selbstverständlich auch hier erwähnt. Der Motorradhaudegen Richard Edl wechselte zu unserem Verein und vertrat uns am Berg glänzend. Richard belegte den 7. Platz in der Klasse historische Rennmaschinen bis 500 cm3 4-takt. Danke für deinen Einsatz für deinen neuen Verein und herzlich Willkommen!
Unser Leeb Walter steckte den Vortagessturz gut weg und präparierte seine 125er WM-Talmacsi-Handa mit ausgiebig Klebeband. Er wurde starker Dritter in dieser Klasse. Seine KTM Duke 300 war fahrwerksmäßig mit dieser Bergrennstrecke nicht kompatibel und blieb nach einem Trainingslauf im Stall. Eine Entscheidung für Sicherheit und mit der entsprechenden Erfahrung. Respekt Walter!
Die Schrecksekunde des Tages hatte Herbert Vogl. Dieser nahm die gleiche Spur des schwer gestürzten Mauro Stucki und touchierte nach dem Hauseck, in einem der schnellsten Stücke, die Gehsteigkante. In seinem Fall ging es gut und es schaute der 16. Rang in seiner Klasse raus. Für Stucki ging der Weg in den Rettungshubschrauber und der PSV Wels Motorsport wünscht ihm auf diesem Weg alles Gute und schnelle Genesung.
Unser Raimund Söllinger Junior legte wie angekündigt seine Karten erst am Rennsonntag auf den Tisch. Er zeigte groß auf und landete in den starken mit EM-Startern gespickten Fahrerfeldern den 6. und 9. Platz. Unser Fahrervertreter der österreichischen Motorradpiloten war ein viel gefragter Gesprächspartner und hatte keine ruhige Minute.
Charly Mittermair strahlte den ganzen Rennsonntag um die Wette und hatte pure Freude am Motorradfahren. Er steigerte seine Zeiten weiter und seine liebe, mitfiebernde Familie konnte ihn als 22. im Ziel bejubeln.
Christian Wiesinger-Mayr blieb seinen Fans nichts schuldig und zog mächtig am Gashahn seiner beiden BMWs. Hinter den außerirdischen Gangl und Gammer, sowie Bonetti fuhr als 3. und 4. sogar einmal auf das Stockerl. Wahnsinnsergebnis!
Manfred Schneeberger kam nach seinem samstägigen Nachtdienst am Polizeiposten Kapfenberg zum dritten Trainingslauf rechtzeitig an die Rennstrecke und zeigte sich ausgeschlafen. Lediglich beim zweiten Rennlauf zeigte ihm seine Aprilia, warum sie eine Anti-Hoping-Kupplung hat, damit sie beim Start nicht aufsteigt. Nächstes Jahr wird er sie auch einschalten. Ansonsten zeigte er uns zwei fehlerfreie Läufe und kam trotz dieses Hopalas als 34. ins Ziel.
Gesagt, getan! Sepp Sattler griff am Sonntag den Streckenrekord der Seitenwagen an. Er pulverisierte diesen mit seinem Beifahrer Uwe Neubert. Der dadurch logische und fulminante Rennsieg war der Lohn dafür. Die tausenden Fans waren von seinem Einsatz und spektakulären Fahrstil begeistert.
Die Baldingers am Posten 3 hatten nur mit den Zuschauern zu tun und meisterten ihre Tätigkeit in altbewährter Manier mit viel Klasse und Humor.
Ein unvergessliches und motorsportmäßig äußerst hochstehendes Rennwochenende ging leider viel zu früh zu Ende. Unser Sektionsleiter Herbert Augeneder konnte viele Freunde und Gönner unseres Vereins begrüßen. Danke an alle die ihre helfenden Hände zur Verfügung stellten und in unserem Fahrerlager fleißig anpackten. Besten Dank auch an unserem PSV-Wels-Papprazzi Sektionsleiter-Stellvertreter Peter Dorn für die tollen Bilder.
Ein riesengroßes Kompliment an den MSC Rottenegg für das Motorsport Highlight des Jahres und ein herzliches Danke an 14000 Zuschauer.
Auf ein baldiges Wiedersehen, euer Michael